Was ist Breathwork?
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Frühe Beziehungserfahrungen prägen uns oft stärker, als uns bewusst ist. Die Traumatherapie nach NARM unterstützt Menschen dabei, die Auswirkungen von Entwicklungstrauma zu verstehen und sich Schritt für Schritt aus alten Überlebensmustern zu lösen.
Im Mittelpunkt stehen dabei nicht das Trauma selbst, sondern der Mensch und seine Fähigkeit, sich weiterzuentwickeln. Wenn du tiefer in die theoretischen Grundlagen eintauchen möchtest, findest du diese auf unserer Seite „Grundlagen der NARM - Traumatherapie“.
Inhaltsverzeichnis
- Was ist Traumatherapie nach NARM?
- Entwicklungstrauma – wie es entsteht
- Das Herz der NARM-Traumatherapie
- Beziehung als Heilraum
- Das Ziel einer Traumatherapie
- Häufige Fragen zur Traumatherapie
Unser Körper
... ist zutiefst mit unserem psychischen Erleben verbunden.
Sicherlich hast du schon mal die Erfahrung gemacht, wie sehr deine Gefühle den Körper beleben, wenn du z.B. Schmetterlinge im Bauch hast oder, wie deine Gefühle lähmen können, wenn dir z.B. die Angst im Nacken sitzt.
Was, wenn die Schmetterlinge im Bauch von der Wut im Bauch abgelöst werden. Darf sie dann rauskommen? Oder hast du ständig einen Kloß im Hals?
Wie stehst du im Leben? Kannst du dich gut vertreten? Was stehst du alles durch? Trägst du eine Last auf den Schultern? Ist dir eine Laus über die Leber gelaufen? All diese Bilder machen anschaulich, wie sehr Gefühle, psychische Konflikte und Stress mit dem Körper zusammenhängen.
Dein Körper drückt über verschiedenste Symptome dein emotionales Befinden aus.
Was ist Traumatherapie nach NARM?
Die Traumatherapie nach NARM (NeuroAffective Relational Model) wurde von Dr. Laurence Heller speziell für die Arbeit mit Entwicklungstrauma entwickelt. Im Mittelpunkt stehen nicht einzelne belastende Ereignisse, sondern die Auswirkungen früher Beziehungserfahrungen auf unsere Persönlichkeit, unser Selbstbild und unsere Beziehungen.
Viele Menschen erleben heute Schwierigkeiten, ohne diese unmittelbar mit ihrer Kindheit in Verbindung zu bringen. Sie fühlen sich innerlich angespannt, zweifeln an sich selbst, geraten immer wieder in ähnliche Beziehungsmuster oder haben das Gefühl, nie wirklich bei sich anzukommen. NARM versteht diese Erfahrungen nicht als Ausdruck eines Defizits, sondern als nachvollziehbare Anpassungen an frühe Lebensbedingungen.
Die Traumatherapie nach NARM unterstützt Menschen dabei, diese Zusammenhänge zu erkennen, neue Erfahrungen zu machen und Schritt für Schritt wieder mehr Verbundenheit mit sich selbst und anderen zu entwickeln.
Unser Geist
Unser Geist kann so vieles sein. Er kann sprühen vor Inspiration, kann sich erheben und zu fernen Horizonten schweifen, er kann uns erkennen lassen.
Doch unser Geist kann auch ermattet sein. Gedanken können sich im Kreise drehen oder wie dicke, graue Wolken unser Wesen überschatten.
Manchmal fehlen kreative Ideen, oder Sorgen werden überdimensional groß und wirken wie ein Berg, der nicht zu bewältigen ist, über den man nicht mehr hinwegfliegen kann.
Unser eigentlich wunderbarer Geist kann sich gegen uns wenden, zum Kritiker werden, der uns abwertet oder der gefangen ist in ständiger Beschwerde über uns selbst oder über andere. Nicht selten lässt er uns glauben, dass sich in unserem Leben nichts ändern wird. Als hätten wir es nicht verdient.
Werde eine selbstbestimmte Gestalterin in deinem Leben.
Die Gestalttherapie geht davon aus, dass der Mensch mit seinem komplexen Körper, seinen individuellen Gefühlen und seinem eigenen Geist eine ganzheitliche "Gestalt" bildet, die ihn als Mensch so einzigartig macht. In der Gestalttherapie geht es weniger darum, über psychische Themen nur zu sprechen, um diese zu interpretieren oder zu analysieren. Viel mehr basiert diese Form der Therapie auf dem unmittelbaren Erleben von Körper, Gefühl und Gedanken im Hier und Jetzt. Der Zugriff auf persönliche Themen geht dadurch viel tiefer, da nicht nur auf der rein kognitiven Ebene gearbeitet wird. So können echte positive Veränderungen im Leben möglich werden.
Ich arbeite erfahrungsorientiert, kreativ, körper- und gefühlsbezogen. Unter anderem mit aktivierenden und achtsamen Körperübungen, Ausdruck, Atemübungen, Haltungsintegration, Rollenspiel, therapeutischer Massage zur Regulation und mit tiefer Faszienarbeit, um muskuläre Spannungen in Verbindung mit den psychisch Themen so gut wie möglich zu lösen. Ich sehe meine Aufgabe als Therapeutin darin, einen geschützten Raum zur Verfügung zu stellen, in dem ich offen, achtsam, bezogen und präsent als authentisches Gegenüber meine Klientinnen darin unterstütze, einen besseren Kontakt zu sich selbst zu entwickeln. Je mehr du deine eigene Meisterin im Haus deiner Körper-, Gefühls- und Gedankenwelt wirst, desto mehr kannst du das Leben leben, dass du dir wünscht.
Entwicklungstrauma – wie es entsteht
Entwicklungstrauma entsteht meist nicht durch einzelne dramatische Ereignisse, sondern durch Erfahrungen, die sich über einen längeren Zeitraum wiederholen. Wenn grundlegende Bedürfnisse nach Sicherheit, Nähe, emotionaler Resonanz oder Unterstützung dauerhaft nicht ausreichend erfüllt werden, entwickelt ein Kind Strategien, um dennoch mit seiner Situation zurechtzukommen.
Diese Überlebensstrategien sind zunächst sinnvoll und oft notwendig. Sie helfen dabei, schwierige Erfahrungen zu bewältigen und Beziehungen aufrechtzuerhalten. Gleichzeitig können sie sich tief in unserem Erleben verankern und uns auch als Erwachsene noch begleiten – selbst dann, wenn die ursprüngliche Situation längst vorbei ist.
Entwicklungstrauma beschreibt deshalb weniger das, was einem Menschen widerfahren ist, sondern die Spuren, die frühe Beziehungserfahrungen in seinem Erleben, seinem Nervensystem und seinem Selbstbild hinterlassen haben.
Das Herz der NARM-Traumatherapie
Die NARM-Traumatherapie richtet ihren Blick nicht in erster Linie auf das Trauma, sondern auf den Menschen, der heute lebt. Im Mittelpunkt stehen die Fähigkeiten, Ressourcen und Entwicklungsmöglichkeiten, die trotz belastender Erfahrungen immer erhalten geblieben sind.
Anstatt sich ausschließlich mit der Vergangenheit zu beschäftigen, erforschen wir gemeinsam, wie alte Überlebensmuster unser heutiges Erleben beeinflussen und welche neuen Erfahrungen im gegenwärtigen Moment möglich werden.
So entsteht Schritt für Schritt mehr Freiheit im Denken, Fühlen und Handeln. Nicht weil Vergangenes ungeschehen gemacht wird, sondern weil neue Erfahrungen den bisherigen Handlungsspielraum erweitern können.
Beziehung als Heilraum
Frühe Verletzungen entstehen häufig in Beziehungen – deshalb können auch neue Beziehungserfahrungen ein wichtiger Teil von Veränderung sein.
Eine vertrauensvolle therapeutische Beziehung bietet einen geschützten Rahmen, in dem Erfahrungen von Sicherheit, Verständnis und echter Begegnung möglich werden. Dabei geht es nicht darum, Ratschläge zu geben oder Lösungen vorzugeben. Vielmehr entsteht ein gemeinsamer Raum, in dem alles, was sich zeigt, achtsam wahrgenommen und verstanden werden darf.
Aus dieser Erfahrung heraus kann neues Vertrauen entstehen – in die Beziehung zu anderen Menschen ebenso wie in die eigene Wahrnehmung und die eigenen Fähigkeiten.
Das Ziel einer Traumatherapie
Das Ziel einer Traumatherapie besteht nicht darin, die Vergangenheit zu verändern, sondern den Umgang mit ihr. Alte Überlebensstrategien dürfen ihre Notwendigkeit verlieren, sodass mehr Lebendigkeit, innere Freiheit und Selbstverbundenheit entstehen können.
Viele Menschen erleben im Verlauf einer therapeutischen Begleitung, dass sie sich selbst klarer wahrnehmen, ihre Gefühle besser einordnen können und Beziehungen bewusster gestalten. Entscheidungen fallen leichter, das Leben fühlt sich stimmiger an und der Kontakt zu den eigenen Bedürfnissen wird wieder lebendiger.
Veränderung geschieht dabei nicht auf Knopfdruck, sondern in kleinen, nachhaltigen Schritten – getragen von Bewusstheit, Beziehung und neuen Erfahrungen.
Häufige Fragen zur Traumatherapie
Muss ich mich an belastende Erinnerungen erinnern?
Nein. Die NARM-Traumatherapie arbeitet vor allem mit dem, was sich im Hier und Jetzt zeigt. Erinnerungen können auftauchen, müssen es aber nicht.
Muss ich meine gesamte Kindheit erzählen?
Nein. Vergangene Erfahrungen können hilfreich sein, stehen jedoch nicht im Mittelpunkt. Entscheidend ist, wie sich frühere Beziehungserfahrungen heute auf das Erleben auswirken.
Worin unterscheidet sich NARM von einer Verhaltenstherapie?
Während eine Verhaltenstherapie häufig darauf abzielt, belastende Gedanken oder Verhaltensweisen gezielt zu verändern, richtet NARM den Blick auf die tieferen Zusammenhänge hinter diesen Mustern. Im Mittelpunkt stehen Selbstkontakt, Beziehung und die Auswirkungen früher Entwicklungserfahrungen.
Für wen ist die Traumatherapie nach NARM geeignet?
Für Menschen, die wiederkehrende Belastungen, schwierige Beziehungsmuster, anhaltende Selbstzweifel oder das Gefühl erleben, nicht wirklich bei sich selbst anzukommen. Die Begleitung richtet sich an Menschen, die ihre Geschichte besser verstehen und nachhaltige Veränderungen entwickeln möchten.
